Aktuelles Seminar
Wolfgang Buchhorn Oeynhausener Str. 5 32602 Vlotho
Tel.: 05733 6339
E i n l a d u n g
zum 527. Meditationsseminar
Liebe Meditationsinteressierte,
das nächste Meditationsseminar im Tagungshaus Einschlingen in Bielefeld-Quelle, Schlingenstr. 65. findet vom 17. bis 19. April 2026 statt. Unser Thema ist
Frieden: Resonanz statt Resilienz ?
Alle Menschen wollen den Frieden, die Regierenden folgen in ihren Äußerungen diesem Wunsch und hegen friedliche Absichten. Doch Hegel warnt: „Die Wahrheit der Absicht ist das Tun!“
Auf der weltpolitischen Ebene toben derzeit Kriege: Israel mit den USA gegen den Iran; Israel gegen die Palästinenser, Israel gegen die Libanesen, teilweise gegen Syrien; die iranische Regierung gegen ihre Kritiker im eigenen Land; Russland gegen die Ukraine. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.
Dieser äußere Kampf setzt sich nach Innen innerhalb der Gesellschaft fort, auch bei uns; natürlich gibt es oberflächlich gesehen keinem Kampf, doch die Auswirkungen sind spiegelverkehrt zu benennen, nämlich in den Opfern. Die Notwendigkeit Kurse in Kitas und in Schulen zu veranstalten, Elternkurse anzubieten, lange Buchreihen von Ratgebern zum Verkauf anzubieten, ...alle mit dem Ziel Resilienz von Kindern und Jugendlichen zu fördern, macht auf ein Defizit unserer Gesellschaft deutlich,.
Sicher, manche Menschen müssen in ihrem Leben viel ertragen: Schicksalsschläge in ihren Beziehungen, Missbrauch im engsten Umfeld, Mobbing, Einsamkeit, fehlende Anerkennung, etc. nur 6 % aller Schüler und Schülerinnen fühlen sich in der Schule wohl. Dabei gehört das wohlfühlen zum Lenen dazu. Einige Schüler und Schülerinnen verlieren ihren Lebensmut und werden körperlich und psychisch krank, andere stecken das weg und fangen sich wieder auf, schöpfen neue Kraft und meistern ihr Leben. Diese Fähigkeit eines Menschen mit Krisen, Stress oder Rückschläge produktiv umzugehen ist Resilienz. Das klingt zunächst gut, bei näherem Hinsehen ist aber die Stärkung nur eine Arbeit an Symptomen - zwar als Unterstützung not-wendend, doch nicht wirklich helfend-heilend, denn der Grund besteht weiter im krankmachenden Zustand unserer Gesellschaft.
Mir scheint, der Grund für die zunehmende Notwendigkeit von Resilienzarbeit liegt tiefer. Der Mensch ist ein Beziehungswesen; er braucht den Anderen zum Überleben und für ein gelingendes Leben. Wir sind als Menschen eingebettet in eine immer komplexer werdende Welt der gegenseitigen Abhängigkeiten, sogar weltweit wie die Krieg und die Klimakatastrophe es uns derzeit zeigen.
So gehe ich noch einen Schritt weiter und benenne unsere Krisen weltweit als tiefe Beziehungskrisen: zur Natur, zum anderen Menschen, zur Arbeit, zu uns selbst. Wie sieht konkret meine gelebte Beziehung zur Natur aus? wie die zu meinem Körper? Zu meinen Gefühlen? Zum Nachbarn? Diese grundlegende Beziehung ist Resonanz.
Wir erleben Resonanz im Kontakt mit Dingen, mit Menschen, mit Kunst, etc., z.B. wenn uns etwas berührt, etwas unter die Haut geht, uns erschüttert. Das kann eine Landschaft sein, Musik, Sätze aus der Literatur, ein Gedicht, ein Bild. Resonanz ist ein Prozess im aktiven Umgang mit Wirklichkeiten. Sie kann nicht erzwungen oder hergestellt werden, sie stellt sich ein, oft überraschend. Und heilt. Die hinduistischen Schriften wissen das seit dreitausend Jahren: Die Welt ist Klang; der Wellencharakter der Materie bestätigt es. Unser Urzustand ist „in Resonanz zu sein“ mit Welt und Kosmos.
Unsere auf Konkurrent und Wettkampf aufbauende Gesellschaft betont den Kampf des einzelnen, Solidarität steht nicht hoch im Kurs, Rücksichtnahme auf Minderheiten wird allenfalls am Sonntag gepredigt, im Alltag herrschen Macht- und Besitzan-sprüche. Jeder ist sich selbst der Nächste. Auch die zunehmende Verrohrung im Verhalten und in der Sprache zeugen tagtäglich davon. Genährt von Unsicherheit , die Flucht in Verschwörungserzählung bis hin zu Populisten, die eine heile Welt versprechen.
Leben ist Beziehung, doch zum Leben gehören auch die Bedingungen für das Leben. Da ist die Politik gefragt und die Bürger, also wir, und wir müssen diese Lebensbejahenden Bedingungen einfordern; sie fallen so wenig vom Himmel wie die Freiheit.
Will ich also im Frieden mit anderen Menschen leben ist Resonanz gefordert, ebenso mit den Opfer solidarisch zu sein lernen, statt ausgrenzen. Bin ich Emphatisch? Bei wem? Bei wem nicht? Stärke ich meine Resonanzfähigkeiten? Bin ich offen und neugierig genug?
„Ich bin, weil Du bist“, heißt es in der afrikanischen Ubunto-Philosophie. Was tue ich damit Resilienz unnötig wird, weil jeder Mensch in seinem Urzustand der Resonanz leben kann? Frieden fängt in der Küche, beim Nachbarn und im Supermarkt an und ist dynamisch-verbunden mit allem, was lebt. Das mag Arbeit sein, doch es bereitet auch Freude.
Du bist herzlich eingeladen und wenn Du jemanden kennst, der/die auch Interesse an diesem Bewusstseinsprozess hat, gib die Einladung bitte weiter. Wenn Du teilnehmen möchtest, überweise bitte Deinen Seminarbeitrag inkl. Unterkunft und vier Mahlzeiten in Höhe von € 200 (Normalpreis) bis € 150,- (ermäßigter Beitrag für Geringverdienende, Studenten, etc.; EZ Zuschlag 5o €, bitte in bar) auf das Konto der STÄTTE DER BEGEGNUNG bei der Sparkasse Herford IBAN DE 77 4945 0120 0250 0017 73 Stichwort ist: Seminar 17. – 19. April 2026
Die Plätze sind wie üblich begrenzt. So gilt: wer zuerst malt, malt am besten. Du kannst Dich auch verbindlich per mail anmelden, ansonsten gilt Deine Überweisung als feste Reservierung. Bringe bitte lockere Kleidung mit sowie Bettwäsche (sonst gegen Leihgebühr) ggfls. Dein Tagebuch. Das Seminar beginnt am Freitag, 17. April 2026 mit dem Abend-essen um 18.3o Uhr und endet am Sonntag nach dem sicher wieder sehr guten Mittagessen gegen 14.3o Uhr
Ich wünsche Dir eine ruhige Anreise bei sonnigem Frühlingswetter
Dein
Wolfgang