Unveröffentlichte Gedichte
Schreibwerkstatt
Sich ins Leben
Schreiben
Hinein ins Weite
Unbekannte
Sie nehmen mich mit
Die Buchstaben
Worte
Die mich lesend
Erschrecken
Geschriebenes
Wie
Gesagtes
Kann nicht zurückgenommen
Werden
Las ich bei Frisch
Oder Dürrenmatt
Kann ich mich aus den
Worte
Wörtern
Sätzen
Zurücknehmen ins Geborgene
Wenn ich nicht weiß
Woher die Worte
Wörter
Sätze kamen
Wer sie geboren
Ernährt
Aufgespießt hat
Sich ins Leben schreiben
Um Welt und Leben
Verstehen
Ein Traum
Ein Auftrag
Frage ich mich in der Steppe
Der Wörter
Mit den vielen
Unverstandenen Sätzen
Ich lass es
Lass das Schreiben
Mit den Worten
Mich in die Welt mitnehmen
Vlotho,10.Februar 2025
Taube Blindheit droht
Mit scheint
Es gibt Worte
Die gefangen sind in ihrer Vergangenheit
Sie kleben
Wirken toxisch
Bei Gebrauch
Widerstehen allen Versuchen
Der Reinigung
Ich muss gestehen
In vielen Fällen scheitere ich
An die Kraft der Reinigung
Glaube
Jeder Gedanke steht
Auf tönernen Füßen weiß fast jeder
Zu viele Wörter
Widerstehen der Erschütterung
Heften an Zuge Gehirn
Im rechten Arm
Mein Mitgefühl mit ihnen
Kennt Grenzen
Mir schien
Sie wollen befreit werden
Schere Messer Löffel
Helfen nicht
Der überquellende Papierkorb
Zeugt von Vergeblichkeit
Kürzlich bemerkte ich
schmerzlich
Manche Wörter wollen keine Befreiung
Stattdessen stellen sie Weichen
Heimlich
Sie hätte ich gerne vergessen
Sie machen mich blind
Meine Wohnung zu finden
Manche möchten nur nicht
Vergessen zu werden
Mit ihrer Ermutigung zur Freiheit
Ich unterstütze ihre Wiederbelebung
Vlotho,12.Februar 2025
Fragen
Der Himmel schweigt schon lange
Vielleicht liegt es an den Fragen
Oder am Wetter
Als angenehme Ausflucht
Vor den fälligen Antworten
Schließlich muss ja einer
Schuld sein
Am besten ein Anderer
Sicher ein Fremder
Oft frage ich mich
Ob eher an der Frage
Interessiert bin
Die Antworten kommen
Zu schnell
Abwürgend die Frage
Die gar nicht wichtig scheint
Denn schon taucht die nächste auf
Unernst das Ganze
Ich möchte warten können
Vielleicht dieFrage
Umformulieren
Damit ich sie verstehe
Vielleicht wird dann
Die
Frage
Zu einer Antwort
Die trägt
Vlotho,. 13. Februar 2025
Fake-news oder news
Jeden morgen
Noch vor dem Aufstehen
Drängt sich eine Frage auf
Immer wieder
Erbarmungslos
Seltsam
Obwohl ich möchte
Schon wach genug
Zu hören
Was in der Nacht geschah
Taucht mich mein Körper
Mit dem ersten Radiowort
In den Tiefschlaf
Aus dem
Glelch nach dem Ende der Nachrichten
Ich erwache
Ich weiß nicht
Was es bedeutet
Wehre mich was auf der Hand liegt
Ist es die Antwort
Auf meine Frage
Jeden Morgen noch vor dem Aufstehen
Wieviel Fassungslosigkeit
Kann ich noch ertragen
An den Zumutungen
Zerbreche ich
Vor der Zeit
Scheint mir
Vlotho, 15.Februar 2025
Heilsam
Nicht selten
Bei Tee oder Kaffee
Stellen sich Worte ei
Gerufene ungewollte
Erstaunende jedenfalls
Sie fangen ein
Was vorüber zu schweben
Scheint
Ohne Schein zu sein
Worte treffen
Treffen zu
Manche tun weh
Verharren
Im Kopf bis sie reif
Werden
Zu heilen
Den Schatten
Auf den sie zeigten
im
Licht der Buchstaben
Vlotho, 19.Februar 2025
Halt
Auf dem Gehweg spiegeln sich
Im Wasserfilm
Verzerrte Wirklichkeiten
Mit jedem Schritt
Verloren die Orientierung
Verwirrt die Sinne
Spiegeln
Das Chaos
Das mich umgibt
Mit jeder Nachricht die ich höre
Und nicht verstehe
Verstehen will
Vielleicht kann es
Keinen Halt geben
Im Regen
Wenn alles fließt
Und jeder Strom neu ist
In dem ich baden will
Vielleicht muss ich Abschied
Nehmen
Von Vertrautem
Begründbaren
Der Hoffnung auf ...
Wenn der mindset der Milliardäre regiert
Was ist
Ist jetzt
Geschieht
hier
Reicht das
Ich hab nichts anderes
Und das ist gut so
Wenigstens das
Zu viele
Haben nicht einmal
Das
Vlotho, 22.Februar 2025
Ohne Grund
Es gibt keinen Grund
Ein Gedicht zu schreiben
Keine Muse
Steht bereit für den Kuss
Und dennoch geschieht
Etwas
Nicht benennbar mit Worten
Etwas
Was drängt schubst lockt
Etwas
Wohin ich nicht will
Was ich nicht ahne
Etwas
Was ich zulasse
Gewähren lasse
Zulasse
ich bin überrascht
Und
Staune
Vlotho, 24.Februar 2025
Schönheit
Mir gelingt
es nur selten
Manchmal
Wenn ich gehe
Langsam
Wach
Schaue ohne zu denken
Weder nach vorne
Noch nach hinten
Bemerke etwas noch nie Gesehenes
Am Wegrand
Der Weg bekannt
Tausend Mal gegangen
Geschieht ein Moment
Unüberbietbarer
Schönheit
Vlotho, 4.März 2025
Mensch
Wie viel halte ich aus
In einer lauten geschäftigen
Welt
Voller Eile
Wie viel
Fassungslosigkeit
Wie viel
Enge
Wie viel
Verlogenheit
Sinnlosigkeit
Wie viel
Stille
Brauche ich um
Überleben zu können
Als Mensch
Vlotho, 4.März 2025
Verwirrend
Es mag verwirrend sein
Zu erkennen
Dass das Nichts
Nicht ist
Und doch ist
Wie die Stille
Inmitten einer belebt-lauten Kreuzung
Wenn Tausende gleichzeitig
Sie eilend überqueren
Die Sprachlosigkeit
Inmitten
Heftiger Diskussionen
Um nichts
Auch
Die Schönheit
Im Ikebana
Ist nichts
Dennoch geschieht
genau dies
Aus der Stille des
Nichts
Vlotho, 4.März 2025